Liebe Mitpilger,
wir stehen vor der Jahreswende. Das Kind in der Krippe hat uns dazu etwas Wichtiges zu sagen. Unser Vater im Himmel macht mit seinen Kindern auf der Erde einen neuen Anfang. Dafür steht das neugeborene Baby. Das wirft ein ganz neues Licht auf unser Leben und die ganze Schöpfung. Es ist ein versöhnlicher und zuversichtlicher Blick, der Auswirkung auf unsere Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart hat.
Wir dürfen und sollen uns mit unserer Vergangenheit aussöhnen. Denn Gott ist damit im Reinen. Er hat uns restlos vergeben und will seine Kinder von allen Altlasten befreien, damit sie unbeschwert und frei ihr Leben leben. Gott weiß, dass wir mit uns selbst, unserer Lebensgeschichte und der Welt nicht ganz versöhnt sind. In dem Jesuskind ruft er uns zu: „Lass Dich umarmen von mir, denn ich liebe Dich von ganzem Herzen! Meine Umarmung will heilen, was verwundet ist. Denn was unversöhnt ist, kann nicht angenommen werden. Was nicht angenommen ist, wird abgelehnt. Und das Maß deiner Ablehnung zeigt dir das Maß deiner Auflehnung gegen mich. Diesen dunklen Schatten darfst Du zur Krippe bringen. Dort gehört er hin. Fürchte Dich nicht, ich werde ihn wandeln und erhellen, damit Du ganz heil wirst.“
Diese Versöhnung macht es möglich, dass der Blick in die Zukunft mit Zuversicht geflutet wird. „Mache Dir keine Sorgen. Du bist in mir geborgen und keine Macht der Welt kann Dich meinem Herzen entreißen. Was immer auch kommt – ich bin bei Dir und trage Dich durch dieses Leben, bis wir wieder ganz vereint sind im Himmel.“
Aus der Versöhnung mit meiner Vergangenheit und der Zuversicht für die Zukunft erwächst die Freiheit für die Gegenwart. Sie beide sind die Geburtshelfer für ein Leben im Hier und Jetzt. Mit wachen Sinnen und dankbarem Staunen bin ich mit allem eins und verbunden – erfülltes Dasein in totaler Beziehung.
Wir stehen am Wendepunkt in ein neues Jahr. Umarmen wir dieses Kind in der Krippe als die Neuigkeit unseres Lebens, damit wir uns mit 2025 versöhnen und zuversichtlich auf 2026 schauen, um erfüllt zu leben. Lassen wir das Leben hoch leben und stoßen wir auf den an, der uns das Leben geschenkt hat! Prost!
Euer Mitpilger Volker